AdSimple Datenschutzerklärung: E-Mail mit Kaufaufforderung erhalten?

Wir haben bereits häufig über Abmahnungen der AdSimple GmbH aus Österreich berichtet. Unsere Mandanten waren seinerzeit von Rechtsanwaltskanzleien abgemahnt worden und unter anderem zur Zahlung von Schadensersatz aufgefordert worden. Nun liegt uns in einem neuen AdSimple-Fall eine E-Mail des Unternehmens selbst vor. Darin wird unser Mandant aufgefordert, nachträglich für die Nutzung der Datenschutzerklärung auf der AdSimple-Homepage eine Lizenz zu erwerben.

Das "Team von AdSimple" schreibt in der E-Mail, dass es ihnen leid tue, "dass es so gelaufen" sei, aber man hoffe, "hiermit diese Unannehmlichkeit aus der Welt schaffen (zu) können". Unserem Mandanten wird vorgeworfen, eine über den Datenschutz-Generator von AdSimple generierte Datenschutzerklärung auf seiner eigenen Homepage eingesetzt zu haben. Dazu habe er allerdings weder einen Quellenverweis angegeben, noch eine Lizenz zur Benutzung erworben. Daher möchte AdSimple unseren Mandanten mit dieser E-Mail "bitten, die einzig verbleibende Alternative, den Kauf unserer Texte, unverzüglich nachzuholen."

Lizenzen

Zur Wahl stünden zwei verschiedene Varianten, die beide im AdSimple-Onlineshop erhältlich seinen:

  • Die Lifetime Lizenz für 499,- € oder
  • Die Single Lizenz für 299,- €, die "eine gewisse Zeit" Aktualisierungen biete.

Unsere Einschätzung zu den neuerlichen AdSimple-Emails:

Es ist bemerkenswert, dass AdSimple nunmehr dazu übergehen zu scheint, selbst - d.h. ohne anwaltliche Vertretung - im Falle der angeblich urheberrechtswidrigen Nutzung der Datenschutzerklärung gegen die angeblichen Verletzer vorzugehen. An unseren Ratschlägen zum Umgang mit dem Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung zulasten AdSimple ändert dies jedoch grundsätzlich erst einmal nichts. 

Eine jede Aufforderung zum Kauf von Lizenzen oder zur Abgabe einer Unterlassungserklärung sollte zunächst vor einer irgendwie gearteten Reaktion von einem spezialisierten Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht überprüft werden. Möglicherweise liegt die Ihnen vorgeworfene Urheberrechtsverletzung tatsächlich gar nicht vor. Wir hatten bereits bei den seinerzeitigen anwaltlichen Abmahnungen Bedenken gegen die Wirksamkeit der Einverständnis-Klausel. Alleine unsere Kanzlei hat in den vergangenen Jahren sehr viele Mandanten aus dem gesamten Bundesgebiet vertreten, die von der österreichischen AdSimple GmbH abgemahnt worden waren. Als Fachanwaltskanzlei für Urheber- und Medienrecht sind wir in den hier relevanten Rechtsgebieten hoch spezialisiert.

In unserem Ratgebervideo zum Thema AdSimple Abmahnungen erklärt Ihnen Kanzleiinhaber und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, IT-Recht sowie gewerblichen Rechtsschutz Jan B. Heidicker, wie im Falle einer AdSimple-Abmahnung vorgegangen werden sollte:

Sehen Sie sich ebenfalls mit dem Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung konfrontiert?

In diesem Fall bieten wir Ihnen gerne eine unverbindliche und kostenlose Ersteinschätzung zu Ihrer Abmahnung an. Senden Sie uns dafür Ihr Abmahnschreiben problemlos via E-Mail an ra@kanzlei-heidicker.de oder rufen Sie uns an: 02307-17062. Wir vertreten Mandanten aus dem gesamten Bundesgebiet und helfen Ihnen gerne ebenfalls Ihnen persönlich weiter.

 

Tipp: Besuchen Sie auch unsere Kanzlei unter www.kanzlei-heidicker.de oder unser Blog-Archiv unter www.abmahnblog-kanzleiheidicker.de.

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